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RSSPrint

Gottesdienste

Christvesper 23 Uhr

Heiligabend

So, 24.12. 23 Uhr
St. Peter und Paul auf Nikolskoe
Nikolskoer Weg 17
14109 Berlin
Link zu Google Maps
Weitere Informationen zum Ort
BVG-Buslinie 218 bis Endstation "Pfaueninsel" + ca. 750 m Fußweg
Kürzel für Gottesdienste
Mu = musikalischer Gottesdienst
Pfarrer/in
Prädikant Dr. Dirk Palm
Organist/in
Dr. Anja Pech
Eingetragen von:
Ev. Kirche St. Peter und Paul
Nikolskoer Weg 17
14109 Berlin
http://www.kirche-nikolskoe.de kuesterei(at)kirche-nikolskoe.de
Tel: (030) 805 21 00 (Mittwoch und Freitag 11 - 16 Uhr)
Kuesterei@kirche-nikolskoe.de

Ab dem 23. April 2019 ist die Kirche St. Peter und Paul auf Nikolskoe wegen Sanierungsmaßnahmen bis voraussichtlich März 2020 geschlossen.

Gedanken zur Jahreslosung von Pfarrer i.R Helmut Kulla

 

Kummer und Sorgen können Menschen zermürben.

Kummer und Sorgen können Menschen so sehr zermürben, dass sie solche Sätze sagen:

Ich glaube; hilf meinem Unglauben! Markus 9,24

Ein merkwürdiger, ja sogar ein widersprüchlicher Gedanke! So etwas merkt man sich.

Wohl deshalb hat er in seiner Spannung auch Eingang in das Markusevangelium gefunden und ist nun zur Jahreslosung 2020 erkoren worden.

Die Losung selbst ist aber weniger Losung als vielmehr der Ausruf eines Menschen in tiefer Not.

Für seinen von Geburt an von epileptischen Anfällen geplagten Sohn sucht er Hilfe. Dafür ist er unterwegs von Pontius zu Pilatus.

Aber keiner konnte bisher helfen.

Mit dieser Erfahrung der Hilflosigkeit begegnet er Jesus.

In dem sich anbahnenden Gespräch fragt Jesus nach dem Krankheitsbild und sagt nach einer Weile:

Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.

Das ist stark! Ist es auch die ausgestreckte Hand?

Der Vater ergreift sie jedenfalls und schreit es heraus: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

 

Ich höre und lese oft, das sei Ausdruck seines Zweifels. In Kombination mit dem Wort Unglaube klingt das nach Glaubenszweifel.

Mir klingt das nach zu viel Kopf und zu wenig Herz und Bauch.

Es ist der Ausruf eines verzweifelten Menschen, der fühlt, dass Hilfe nahe ist. Die anhaltende Erfahrung von Erlösungsbedüftigkeit hat sich ihm tief eingeprägt. Er weiß, das Leben ist nicht perfekt.

Und wie schnell bekommt so jemand gesagt, dass es sein Fehler sei, weil er nicht fromm genug gewesen ist oder nicht gesundheitsbewusst gelebt hat. Und vielleicht sagt er sich das am Ende auch selber. Welche Isolation!

 

In der Begegnung mit Jesus öffnet sich eine Schleuse. Lange Verborgenes bricht hervor und bricht sich Bahn:

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

 

Das ist kein Satz für intellektuelle Betrachtungen. Es ist der Aufschrei der gequälten Kreatur. Erst danach kann sich lösen was fesselt und am Leben hindert.

Folgerichtig erzählt Markus von einem erneuten Anfall des Sohnes. Danach liegt er da, wie tot.

Erst langsam realisieren die Umstehenden: Er lebt! Er lebt und ist gesundet.

Hosianna!

Gott sei Dank!

 

 

Unser Abendgebet steige auf zu dir, Herr,
und es senke sich auf uns herab dein Erbarmen.
Dein ist der Tag, und dein ist die Nacht.
Lass, wenn des Tages Schein vergeht,
das Licht deiner Wahrheit uns leuchten.
Geleite uns zur Ruhe der Nacht
und vollende dein Werk an uns in Ewigkeit.

 

Letzte Änderung am: 10.02.2020